NASA will zum Uranus und Neptun

nasa uranus neptunDie NASA lässt die Möglichkeit von Missionen zum Uranus oder Neptun oder sogar beiden prüfen. Die Kosten für solch eine Mission liegen schätzungsweise bei 2 Mrd. US-Dollar.

Vor zwei Jahren wurde eine Mission zum Neptun Namens Argo aufgegeben, weil der Raumfahrtbehörde Plutonium in ausreichender Menge fehlte, um das entsprechende Raumfahrzeug anzutreiben.

Plutonium wird zur Erzeugung von elektrischer Energie in Radionuklidbatterien verwendet, die vor allem für Raumsonden eingesetzt werden, die das äußere Sonnensystem erreichen sollen. Solarzellen liefern in großer Entfernung zur Sonne nicht mehr ausreichend Energie. Entsprechende Batterien wurden zum Beispiel in der Raumsonde Cassini-Huygens (1997–2005 zum Saturn) und New Horizons (2006–2015 zum Pluto) eingesetzt.

Nun besitzt NASA ausreichend Mittel für Plutonium erhalten, was Hoffnungen auf eine Mission zum Uranus oder/und Neptun weckt. Zwischen 2015 und 2020 lag ein gutes Startfenster, denn in diesem Zeitraum sind die Planetenkonstellationen günstig, sodass ein Raumschiff die Schwerkraft von Jupiter und Saturn nutzen könnte, um Neptun innerhalb von 10 Jahren nach dem Start zu erreichen.

Leider ist es für diese Möglichkeit bereits zu spät. Allerdings arbeitet NASA bereits an einem speziellen Startsystem, das die Reise zum Uranus und Neptun deutlich verkürzen könnte, ohne die Schwerkraft von Jupiter und Saturn nutzen zu müssen. Das Startsystem soll erstmals im Jahr 2025 zum Einsatz kommen – dann sollte untersucht werden, ob der große Jupiter-Mond Europa fürs Leben günstige Bedingungen bietet.

Jupiter-Mond Europa

Europa könnte unterirdische Ozeane beherbergen, in denen mikrobielles Leben existieren konnte. Der Europa ist der kleinste der vier großen Monde Jupiters, die auch mit dem Fernglas beobachtet werden können. Der Eismond verfügt über eine mehrere Kilometer dicke Wassereishülle, unter der sich ein etwa 100 km tiefer Ozean befinden könnte. Allerdings ist der Anteil des Eises am Gesamtvolumen relativ gering, sodass der Aufbau des Mondes eher dem der Erde entspricht. Die Temperatur auf der Oberfläche von Europa beträgt eisige -160°C und es gibt Hinweise darauf, dass es auf Europa eine extrem dünne Atmosphäre aus Sauerstoff gibt. Der Sauerstoff entsteht wahrscheinlich durch das Schmelzen des Eises unter der Sonneneinstrahlung und wird durch die Gravitation festgehalten. Mit einem (mittleren) Durchmesser von 3.122 km ist Europa nur unbedeutend kleiner als der Mond (3.476 km) der Erde.

Neptun-Mond Triton

Neptuns Mond Triton großen mit seinen Eis-Vulkanen ist ein weiterer Kandidat für extraterrestrisches Leben. Triton ist der größte Mond Neptuns und ist ebenfalls ein Eismond. Sein (mittlerer) Durchmesser beträgt 2.706 km. Triton verfügt über eine Atmosphäre, die zu 99% aus Stickstoff und 1% Methan besteht. Auch hier vermutet man unter der Oberfläche einen unterirdischen Ozean. Auf der Oberfläche von Triton wurde eine Temperatur von −237,6 °C gemessen – die tiefste je direkt von einer Sonde gemessene im Sonnensystem. Auch Uranus hat einige Kandidaten: seine fünf Monde sind groß genug ist und kugelförmig.

Ob es je zu einer Uranus oder Neptun-Mission kommt, hängt von einer anstehenden Umfrage unter Wissenschaftlern, die potentielle Projekte überprüfen.

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